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Newsbeiträge

Eingereicht von pr_wingerter am 26. Mai 2020
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Die Kirche St. Josef in Fehrbach ist die älteste Kirche der Pfarrei „Seliger Paul Josef Nardini“. 1880 wurde die heutige Kirche errichtet, einen Vorgängerbau gab es schon seit 1796. Ihr bis zur Spitze gemauerter Kirchturm ist der höchste seiner Art in ganz Rheinland-Pfalz, und mit 53 Metern ist er tatsächlich auch einen Meter höher als die Türme in St. Pirmin.

Geweiht ist die Kirche dem heiligen Josef.

Mit Josef ist es ja gar nicht so einfach. Das beginnt schon damit, dass die einen sagen: „Josef ist der Vater von Jesus“, die anderen das aber vehement abstreiten und von Josef nur als Zieh- oder Pflegevater Jesu sprechen. Viel ist es nicht, was wir an gesichertem Wissen über Josef haben. Er ist der Mann von Maria und war Handwerker in Nazareth. In der damaligen Gesellschaft war der Vater verantwortlich für die Glaubensunterweisung der Kinder – vor allem der Söhne. So wird es Josef gewesen sein, der Jesus in die Bibel einführte und ihm die Überlieferungen des jüdischen Glaubens nahebrachte. Jesu hat seine Kenntnis der Schrift in erster Linie wohl von Josef.

Im Neuen Testament taucht Josef nur kurz auf, in den Kindheitserzählungen. Vor allem katholische Bibelausleger vertreten die These, dass er bei der Eheschließung mit Maria schon alt gewesen sei und bald starb. Deshalb auch keine Geschwister für Jesus. (Nebenbei: Man sieht an dieser These schön, dass „Katholisch-sein“ oder „Evangelisch-sein“ doch seine Auswirkungen auf die Auslegung der Bibel hat).

Besonders im Matthäus-Evangelium hat Josef seinen Auftritt. Er wird als Träumender dargestellt, der in seinen Träumen Gott begegnet. In seinen Träumen weist ihm Gott den Weg. So schickt er aufgrund eines Traumes Maria nicht weg, sondern nimmt sie zur Frau. So kehrt er nicht nach Nazareth zurück, sondern flieht mit der kleinen Familie nach Ägypten, bis ihm Gott wiederum im Traum sagt: König Herodes ist tot, dem Kind droht keine Gefahr mehr.

Dann erleben wir Josef nochmals bei der Erzählung des 12-jährigen Jesus im Tempel – und dann verschwindet er tatsächlich aus der Bibel.

Dargestellt wird der heilige Josef meistens mit Handwerksgeräten, bevorzugt Säge. Nicht selten ist ihm Jesus beigesellt. Wie gesagt: Handwerk und Glauben hat Jesus von seinem Vater.

Und in Fehrbach macht man seinem Namenspatron alle Ehre: in Eigenarbeit der Gemeindemitglieder wird die Kirche renoviert. Nicht, damit sie nicht einstürzt, sondern, um dem Glauben in Fehrbach eine Heimat zu geben.

Bleiben Sie gesund!

 


Eingereicht von pr_wingerter am 26. Mai 2020
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Viel haben wir von der heiligen Elisabeth gehört und vom seligen Paul Josef Nardini. Aber in Pirmasens gibt es ja noch mehr Kirchen. Jede von ihnen ist einem anderen Heiligen gewidmet. Schauen wir – wenn auch kurz – in den nächsten Tagen auf diese Heiligen.

Beginnen wir mit dem heiligen Antonius. Die Antonskirche wurde 1931 geweiht und wurde beim Luftangriff auf Pirmasens am 15. März 1945 zerstört. 1950 war der Wideraufbau beendet, aber schon am 30. September 1971 wurde sie durch einen Brand wieder zerstört. 1973 wurde sie wieder in Dienst genommen.

Geweiht ist die Kirche dem heiligen Antonius von Padua.

Dieser ist 1195 in Lissabon geboren und 1231 in Padua/Italien gestorben.

Bekannt ist er für seine große Redekunst. Sie hat er eingesetzt, um Menschen vom christlichen Glauben zu überzeugen. Bekannt ist seine „Predigt zu den Fischen“: Weil die Menschen ihm nicht zuhörten, predigte er den Fischen im nahen Fluss. Diese lauschten andächtig den Worten des Antonius, was wiederum die Menschen zum Glauben brachte.

Berühmt und beliebt ist er aber, weil der heilige Antonius dabei hilft, verlorene Sachen wiederzufinden. Das geht auf folgende Überlieferung zurück: Ein junger Mönch hatte das Gebetbuch des Antonius ohne dessen Erlaubnis mitgenommen. Daraufhin wurde er von „Erscheinungen“ heimgesucht, so dass er das Buch möglichst schnell zurückbrachte.

Dargestellt (auch in der Antonskirche am rechten Seitenaltar) wird Antonius mit dem Jesuskind auf dem Arm. Hier ist eine Legende der Grund: Antonius war bei einem Grafen zu Gast. Der wollte spät am Abend sehen, ob es Antonius gut gehe. Aus der Kammer drang aber ein so heller Lichtschein heraus, dass der Graf ein Feuer vermutet und die Tür aufriss. Da aber stand Antonius im Zimmer, lächelnd und in seinen Armen das strahlende Jesuskind.

Der Gedenktag des heiligen Antonius ist der 13. Juni.

Bleiben Sie gesund!

 


Eingereicht von pr_wingerter am 26. Mai 2020
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Zu oft kreisen meine Gedanken.
Immer wieder nehmen sie den Ausgangspunkt bei mir,
und immer wieder
kehren sie zu mir zurück:
Ich! Ich! Ich!

Wenn ich bete,
ist das ganz anders.
Dann richte ich den Blick auch einmal von mir weg,
auf andere Menschen,
auf Gott.

Und auf einmal spüre ich:
Da gibt es viel mehr zwischen Himmel und Erde,
als ich je zu träumen wagte.
Gleichzeitig finde ich auch wieder zu mir selbst,
auf eine neue, bis dahin nie gekannte Weise.
Ich entdecke, was es bedeutet,
zugleich frei und verantwortlich zu sein.

Und der Himmel berührt die Erde.

Danke, Gott!

Bleiben Sie gesund!

 


Eingereicht von pr_wingerter am 26. Mai 2020
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Als Jesus nach Tod und Auferstehung
heimging zu seinem Vater,
da schauten die Jünger ihm nach
und starrten in den Himmel.

Für einen Augenblick vergaßen sie ganz,
was ihr Herr schon auf Erden
von ihnen gefordert hatte:
„Schaut nicht in den Himmel,
schaut nach vorne,
auf die Erde,
auf euch selbst
und auf die Menschen!
Findet euch selbst
und die Menschen!“

Glaube und Gebet
gehen nicht auf im Jenseits,
Glaube und Gebet
ziehen mich mitten in die Welt hinein.

Ist es vielleicht das,
was ich oft scheue?

Bleiben Sie gesund!

 


Eingereicht von pr_wingerter am 26. Mai 2020
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Agios o Theos, ...  link bitte anklicken!

Agios o Theos, Agios Ischyros, Agios Athanatos, eleison imas.

Heiliger Gott! Heiliger, starker Gott! Heiliger, unsterblicher Gott, erbarme dich unser!

Bleiben Sie gesund!

 


Eingereicht von pr_wingerter am 26. Mai 2020
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Das ist eines meiner Lieblingsbilder zu Christi Himmelfahrt. Ein Mönch hat es vor über 1000 Jahren in ein Buch gemalt.

Das untere Drittel ist sehr eindeutig. Da stehen die Jünger und Maria (sechste von links) und schauen zum Himmel. Allerdings ist ihre Aufmerksamkeit inzwischen auf zwei Engel gerichtet. Diese wenden den Jüngern ihr Gesicht zu und zeigen mit einem Arm in den Himmel. Sicher sagen sie gerade (wie wir es in der Bibel lesen können): _„Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut in den Himmel? Jesus ist zu seinem Vater gegangen.“_

Spannend finde ich das obere Drittel: Jesus zwischen Himmel und Erde. Er ist umgeben von einer „Mandorla“. Das ist ein Heiligenschein, der den ganzen Körper umfängt. Man kann sagen, dass es eine Mandorla in der Kunstgeschichte nur für Jesus gibt. Sie zeigt seine Einmaligkeit.

Wie aber ist der Himmel gestaltet? Wie findet die Himmelfahrt statt?

Ganz oben streckt sich eine Hand aus dem Bildrand herein. Sie umfängt das Handgelenk von Jesus. Das ist wichtig. Sie gibt ihm nicht einfach die Hand. Sie zieht ihn hoch. So wie man einen Menschen, der an einem Hang abgestürzt ist, nach oben zieht. Die Hand rettet Jesus.

Das ist der Himmel: Die Rettung aus dem Tod. Christi Himmelfahrt ist nichts anderes als eine Ostergeschichte. Gott lässt Jesus nicht im Tod, sondern rettet ihn.

Christi Himmelfahrt hat daher zwei Bedeutungen für uns – selbst heute im 21. Jahrhundert:

- Auch wir dürfen darauf hoffen, von Gott aus dem Tod gerettet zu werden.

- Überall, wo Menschen Rettung erleben, wird ein Stück Himmel auf der Erde spürbar.

Bleiben Sie gesund!

 


Eingereicht von pr_wingerter am 26. Mai 2020
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Heute innehalten
staunend den Blick
zum Himmel erheben
der uns erinnert
in der Segenskraft der Schöpfung
verwurzelt zu sein

Heute klarer sehen
im Schließen der Augen
ganz Mensch sein:
das Gold in sich entdecken
den dunklen Seiten nicht ausweichen
kraftvoll-zerbrechlich sein dürfen

Heute dankbar
tief ein- und ausatmen
zwischen Erde und Himmel
das Geschenk des Lebens feiern
in Verbindung mit allen
die Frieden in Gerechtigkeit fördern

Bleiben Sie gesund!

 


Eingereicht von pr_wingerter am 19. Mai 2020
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Paul Josef Nardini – heute

Nardinis Tod ist nicht das Ende seines Werkes. Das Waisenhaus in Pirmasens existiert noch immer. Nun als Kinderheim, in dem noch immer Schwestern aus dem von Nardini gegründeten Orden leben.

Allerdings heißen sie jetzt „Mallersdorfer Schwestern“. Der Orden wuchs schnell. Neugründungen vor allem in Bayern kamen dazu. Irgendwann wurde deutlich: Pirmasens ist als Mutterhaus zu klein und liegt zu weit abseits.

So wird 1869 das ehemalige Benediktinerkloster Mallersdorf (Bistum Regensburg) neues Mutterhaus der Schwestern. Dort befinden sich bis heute das Noviziat, das Altenheim und nicht zuletzt auch die klostereigene Brauerei.

Der Wahlspruch der Schwestern heißt: „Caritas Christi urget nos“ - Die Liebe Christi treibt (drängt) uns. Dieser Satz aus dem Zweiten Korintherbrief bringt wunderbar zum Ausdruck, aus welchem Antrieb heraus sowohl Nardini als auch die Schwestern ihre Arbeit tun bzw. taten. Es ist die Kraft Jesu, die sie antreibt. Die Kraft, die sich auf die Seite der Armen stellt.

Dieses An-der-Seite-der-Armen-stehen zeigt sich in den Betätigungsfeldern der Mallersdorfer Schwestern auch heute noch: Kinderheime nicht nur in Deutschland, sondern auch in Rumänien oder die Aidshilfe in Südafrika.

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So wirkt Nardini weiter. Ein Zeichen dafür ist seine Seligsprechung am 22. Oktober 2006. Seliggesprochen wird er als Priester und Seelsorger. Seliggesprochen wird er als Sozialreformer und Sozialarbeiter.

Zum Abschluss darf Nardini noch einmal selbst das Wort ergreifen:
„Liebe ist unser Leben. Liebe ist unsere Bestimmung. Liebe ist das Einzige, was Gott von uns fordert.“

Bleiben Sie gesund!

 


Eingereicht von pr_wingerter am 19. Mai 2020
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Sei mit deiner Liebe Kraft ...  link bitte anklicken!

Sei mit deiner Liebe Kraft bei uns auf der Pilgerschaft, seliger Paul Josef.
Schütze uns in aller Not, weise uns den Weg zu Gott, seliger Paul Josef.

Bleiben Sie gesund!

 


Eingereicht von pr_wingerter am 19. Mai 2020
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Paul Josef Nardini - Ordensgründer

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Diesmal sind es viele Schuhe, die das Bild zum Nardinibeitrag begleiten. Nardini ist kein Einzelkämpfer. Er weiß um die Größe der Aufgabe und um seine Grenzen. Also muss er Menschen motivieren, mit ihm zusammen die Aufgaben anzugehen.

Sein erster Plan ist gescheitert. Die Niederbronner Schwestern verlassen Pirmasens (vielmehr werden sie von der Regierung ausgewiesen, weil sie Ausländerinnen sind) und Nardini steht allein da. Die Armut ist nicht verschwunden, die Kinder brauchen Bildung und Zuwendung.

Da erinnert sich Nardini an seine Zeit in Geinsheim. Die Kontakte sind wohl nicht abgebrochen und Nardini weiß von Frauen aus dem Dorf, die bereit sind, in der Krankenpflege mitzuhelfen. Er fragt die Geinsheimer Frauen, ob sie sich vorstellen könnten, Schwestern eines neuen Ordens in Pirmasens zu werden. Sie können es sich vorstellen.

Am 2. März 1855 verlassen die Niederbronner Schwestern Pirmasens. Am gleichen Tag überträgt Nardini den beiden Geinsheimer Frauen Barbara Schwarz und Juliana Michel die Armen- und Krankenpflege in Pirmasens. Das ist die Geburtsstunde des Ordens „Arme Franziskanerinnen, Töchter der Heiligen Familie“.

Es gab viele Schwierigkeiten mit Stadt und Bistumsleitung, aber Nardini überwindet sie mit Beharrlichkeit, Eigeninitiative und großem Einsatz.

Am 1. Mai 1855 ziehen die Schwestern mit den Kindern in ein von Nardini gekauftes Haus ein. Seine Gönner in München, Würzburg und auch in der Stadt Pirmasens haben großzügig gespendet, so dass Nardini diesen Schritt gehen kann. 30 Kinder ziehen in das Haus.

Auch der neue Orden wächst schnell. Innerhalb der ersten drei Monate wuchs die Anzahl der Schwestern auf zehn.

Nardini wählte als Grundlage des Lebens der Schwestern die Ordensregel des heiligen Franziskus. Es war seine Überzeugung, dass man selbst so arm werde müsse wie der heilige Franziskus, um unter den Armen erfolgreich wirken zu können.

„Töchter der Heiligen Familie“ nennt er sie, weil durch ihr Wirken die Familien gestärkt und gefördert werden sollen.

Es dauerte zwei Jahre, bis der Orden kirchlicherseits anerkannt wird; die staatliche Anerkennung dauert bis ins Jahr 1860.

Der neu gegründete Orden, den Nardini eigentlich nur für die Arbeit in Pirmasens vorsieht, wächst schnell. Schon 1856 wird in Silz die erste Niederlassung der Schwestern außerhalb von Pirmasens gegründet.

Nardinis Kräfte aber schwinden. Mit nur 40 Jahren stirbt Nardini am 27. Januar 1862.

Sein Grab findet er vor dem Hochaltar in der Klosterkirche.

In einem Nachruf charakterisiert der „Christliche Pilger“ Nardini wie folgt:
„Der rastlos eifrige Seelenhirte, der liebevolle Waisenvater, der willenskräftige, mutige Kämpfer auf dem Feld des heiligen Glaubens, der hoch verdiente Sozialist im rechten Sinne, (…) dessen Aufopferungsfähigkeit keine Grenzen kannte.“

Bleiben Sie gesund!

 


Eingereicht von pr_wingerter am 19. Mai 2020
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Menschen, die dir anvertraut, ...  link bitte anklicken!

Menschen, die dir anvertraut, Kinder die auf dich geschaut, seliger Paul Josef,
Sünder, die in Schuld verirrt, führtest du als guter Hirt, seliger Paul Josef.

Bleiben Sie gesund!

 


Eingereicht von pr_wingerter am 19. Mai 2020
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Paul Josef Nardini - Kampf gegen Armut

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Kinderschuhe – schmutzig und kaputt. Sie führen heute in das nächste Kapitel des Lebensweges Nardinis.

Kaputte Schuhe – sie stehen für die Armut, die Nardini in Pirmasens erlebt. Es sind besonders die Kinder, die unter dieser Armut leiden. Ob sie überhaupt Schuhe trugen? Im Sommer sicher nicht und die Ärmsten hatten wohl auch im Winter eher Lumpen um die Füße gewickelt als Schuhe getragen.

Natürlich leidet nicht die ganze Stadt unter Armut, es gibt viele wohlhabende Bürger. Aber die Armenfürsorge steht nicht hoch im Kurs. Es gibt eine Suppenspeisung für die Ärmsten, aber das war es auch schon.

Das Elend einer großen Bevölkerungsgruppe kommt daher, dass die Mütter als „Pirmasenser Schuhweiber“ viele Wochen im Jahr unterwegs sind, um die in Pirmasens gefertigten Schuhe zu verkaufen. Die zurückgebliebenen Männer trinken und sorgen sich nicht um die Kinder.

Die Familien hausen in kalten und nassen Kellerräumen; an Schulbesuch für die Kinder denkt in diesen Verhältnissen niemand.

Nardini nimmt die Not wahr. Aber er ist allein. Schon im November 1851 veröffentlicht er einen Aufruf zur Hilfe für die Armen im Pirmasenser Wochenblatt. Darin schreibt er:
„Der Unterzeichnete hat gelegentlich seines amtlichen Wirkens und Privatlebens in hiesiger Stadt bei so vielen braven Familien eine Armut angetroffen, die ihm in der Seele wehtut und jedes fühlende Menschenherz zum Mitleiden hinreißt und zur Hilfe auffordert. Er hält es für überflüssig, ein Bild von der Größe des Notstandes und den daraus entstehenden Folgen zu entwerfen, indem er voraussetzt, dass vieles den Einwohnern mehr als ihm selbst bekannt ist und vor Augen steht. Obgleich er zunächst nur für das Seelenheil der Gemeinde zu sorgen hat, so kann er sich doch das leibliche Elend, von dem so viele Mitglieder der Gemeinde hart gedrückt sind, nicht aus dem Sinn schlagen, muss vielmehr Tag und Nacht daran denken, wie unglücklich die Lage dieser Armen ist. Er könnte hier nie glücklich und zufrieden leben, wenn er sich nicht sagen könnte, das Seinige nach möglichster Kraft zur Linderung der Armut beigetragen zu haben mit Rat und Tat.“ (Zitiert in Sr. Radegund Bauer, Nardini)

Nardini schreitet zur Tat. Aus Niederbronn im Elsass will er Schwestern eines jungen Ordens nach Pirmasens holen. Sie könnten ihn unterstützen. Aber er stößt auf Widerstand in der Stadt. Lange dauert es, bis die Schwestern kommen können. Sie machen sich ohne Rücksicht auf ihre Kräfte an die Arbeit. Da kommt ein strenger Winter. Zum Hunger bricht noch Typhus aus. Auch die Schwestern erkranken, und Nardinis Arbeit für die Armen der Stadt scheint zu scheitern.

Aber Nardini hat Beziehungen in München. Die Pfalz gehörte damals schließlich zum Königreich Bayern. So konnte er die königliche Familie gewinnen, sein Werk zu unterstützen. Aber auch Bischof und staatliche Stellen unterstützen seine Ideen. Nardini kann ein Armen- und Waisenhaus einrichten.

Da kommt die Hiobsbotschaft: Die Niederbronner Schwestern müssen Pirmasens verlassen. Warum? Sie kommen aus dem Elsass, aus Frankreich. Wohltaten durch Französinnen, das kommt bei einigen nationalistisch gesinnten Kreisen nicht gut an. Und sie nutzen ihren Einfluss: Die Schwestern werden aus Deutschland ausgewiesen.

Nardini steht wieder allein da. Was soll er tun? Er findet die Lösung in seiner ehemaligen Pfarrei Geinsheim.

Darüber demnächst mehr.

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Eingereicht von pr_wingerter am 19. Mai 2020
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Armut, Krankheit, Not und Schmerz ...  link bitte anklicken!

Armut, Krankheit, Not und Schmerz rührten an dein liebend Herz, seliger Paul Josef.
Tief verbunden deinem Herrn halfst du deinem Nächsten gern, seliger Paul Josef.

Bleiben Sie gesund!

 


Eingereicht von pr_wingerter am 13. Mai 2020
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Paul Josef Nardini - Seelsorger

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Ein Wanderschuh, um Nardinis Arbeit in Pirmasens zu symbolisieren? Sind Wanderschuhe nicht eher passend, um Freizeitvergnügungen darzustellen?

Nein, der Wanderschuh scheint mir sehr treffend zu sein, denn es sind weite und lange Wege, die er zurücklegen muss. Im wirklichen wie im übertragenen Sinn.

Nardini kommt also am 07.05.1851 nach Pirmasens. Zu seiner Pfarrei gehören 1800 Katholiken. Fast die Hälfte von ihnen lebt nicht in der Stadt, sondern in den umliegenden Dörfern und Höfen. So ist Winzeln heute ein Teil von Pirmasens und man ist schnell dort. Zu Nardinis Zeiten aber muss er von seinem Pfarrhaus in der Klosterstraße nach Winzeln laufen. Das nimmt Zeit in Anspruch, und man muss dabei immer bedenken, dass seine Gesundheit nicht die beste ist. Ganz zu schweigen, wenn er zum Beispiel auf die Langmühle muss. Alles zu Fuß. Wanderschuhe wären da schon die geeignete Fußbekleidung gewesen.

Wem die Menschen wichtig sind, der nimmt solche Strapazen gerne auf sich. Nardini sind die Menschen wichtig. So ist er oft zu Fuß unterwegs, um seinen seelsorgerischen Pflichten nachzukommen.

Pirmasens ist eine Diasporapfarrei. Das heißt, die Katholiken sind hier in der Minderheit. Etwa 6000 evangelische Christen leben in der Stadt. Christliches Miteinander, gar Ökumene, sind zu dieser Zeit ein Fremdwort zwischen den Kirchen. Als Minderheit hat man es schwer. Nardini will die Katholiken in seiner Stadt stärken. Eine erste „Volksmission“ durch die Jesuiten trägt Früchte.

Die katholische Pfarrkirche in Pirmasens ist zu dieser Zeit ein schmuckloser Raum. Es ist die ehemalige Exerzierhalle, die Napoleon den Katholiken von Pirmasens als Gottesdienstraum überlassen hatte. Nardini macht sich daran, die Kirche zu einem würdigen Ort auszugestalten. Er ist überzeugt, dass der Gottesdienst in einem schönen Gotteshaus dem Glauben der Menschen dient. Dazu gehört schließlich auch, dass er sich um eine gute Form der Gestaltung des Gottesdienstes kümmert. Nicht zuletzt der erste Kirchenchor in Pirmasens geht auf dieses Bemühen zurück.

Pfarrer haben zur Zeit Nardinis noch andere Aufgaben. Der Staat überträgt Nardini das Amt des Schulinspektors. Noch mehr Fußwege und manchmal ziemlich viel Ärger. Bildung liegt Nardini aber sehr am Herzen. Nicht nur der Religionsunterricht ist ihm dabei wichtig, sondern Bildung überhaupt. Hat er doch selbst erlebt, wie wichtig Bildung für das eigene Leben sein kann.

Später kamen noch Visitationen zu den Schwesternhäusern dazu, die aus seiner Ordensgründung hervorgingen.

Ein Arbeitspensum, dass allein schon gereicht hätte, um die Kräfte Nardinis zu binden. Aber da kam noch etwas dazu. Nardinis wacher Blick auf die Menschen und ihre Lebensumstände lässt ihn die Not erkennen, in der viele Menschen – besonders Kinder – in Pirmasens leben. Diese Not zu lindern – und damit den Worten seiner Predigt auch Taten folgen zu lassen – wird seine Lebensaufgabe.

Dazu nächstes Mal mehr.

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Eingereicht von pr_wingerter am 13. Mai 2020
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Christi Liebe drängte dich ...  link bitte anklicken!

Christi Liebe drängte dich, formt' dein Leben priesterlich, seliger Paul Josef.
Gläubige in großer Zahl ludst du ein zum Herrenmahl, seliger Paul Josef.

Bleiben Sie gesund!

 


Eingereicht von pr_wingerter am 13. Mai 2020
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Paul Josef Nardini - Studium und erste Berufsjahre

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Ein Erwachsenenschuh. Ein schöner, vielleicht sogar vornehmer Schuh. Er steht für die nächste Phase in Nardinis Leben.

Schon lange verspürt er den Wunsch, Priester zu werden. Nun hat er sein Abitur in der Tasche und kann mit dem Studium beginnen. Der Bischof schickt ich nach München. Zielstrebig führt er seine Studien durch. Nicht deshalb, weil er ein Streber war, sondern weil er knapp bei Kasse ist. Die bischöfliche Unterstützung reicht kaum zum Leben, und seine Familie kann ihn nicht unterstützen. Also will er sein Studium in kürzester Zeit beenden. Das gelingt ihm, ohne dass die Qualität leidet. Er fällt den Professoren auf, sie fördern ihn. So willigt der Speyerer Bischof ein, dass Nardini ein Jahr länger in München bleibt und 1846 seinen Doktor in Theologie macht.

Danach kehrt er nach Speyer zurück. Eigentlich hätte er hier noch ein Jahr zu studieren, aber der Bischof erlässt ihm dieses Jahr und weiht ihn am 22. August 1846 zum Priester.

Nardini wird Kaplan in Frankenthal. Allerdings muss er zuerst eine Lungenentzündung auskurieren und wieder zu Kräften kommen. Kaum ist er in Frankenthal ein wenig heimisch geworden, da wird er vom Bischof versetzt. Seine neue Stelle kennt Nardini gut. Es ist das Konvikt in Speyer, in dem er selbst ja so viele Jahre gelebt hatte. Dort übernimmt er die Leitung. Seine Begeisterungsfähigkeit gerade auf junge Menschen hat den Bischof bewogen, ihm diesen Posten anzuvertrauen.

Es sind keine einfachen Jahre. Die Revolution ist 1848 aus Frankreich nach Deutschland übergeschwappt. In Frankfurt kommt das erste deutsche Parlament zusammen, Könige und Minister müssen Macht abgeben. Die Kirche steht den revolutionären Strömungen kritisch gegenüber. Zu oft entdeckt die Kirche antireligiöse Züge in den Forderungen der Revolutionäre. So entstehen in dieser Zeit die sogenannten Piusvereine. Sie wollen das katholische Leben fördern, das Selbstbewusstsein der Katholiken stärken, Recht und Gesetz sichern und die katholische Bevölkerung durch Vorträge bilden und ihnen dadurch zu einer kritischen Einschätzung der revolutionären Parolen verhelfen. Nardini engagiert sich in mehreren dieser Vereine in der Umgebung von Speyer.

Nach vier Jahren wird Nardini wieder versetzt. Er freut sich darüber. Er darf endlich in die Pfarrseelsorge. In ihr sieht er sein eigentliches Arbeitsfeld. So kommt er nach Geinsheim. Ein Dorf, geprägt von Landwirtschaft. Er trifft nicht gerade beste Umstände an. Die Seelsorge liegt am Boden. Aber Nardini zieht die Einwohner von Geinsheim in seinen Bann. Das religiöse Leben blüht auf. Nardini ist aber nur Pfarrverweser in Geinsheim. Als die Pfarrstelle ausgeschrieben wird, da kommt Nardini nicht zum Zuge. Stattdessen versetzt ihn der Bischof nach Pirmasens. In den Augen des Bischofs eine der schwierigsten Pfarreien des Bistums. So tritt er am 07. Mai 1851 die Stelle in Pirmasens an. Sie sollte sein Schicksal werden.

Auch hier sind es wieder zwei Dinge, die mir für das Leben Nardinis wichtig erscheinen. Da ist die Achtung, die ihm die Vorgesetzen entgegenbringen. Er wird sie für seine Seelsorge in Pirmasens geschickt ausnutzen.

Und seine Begeisterungsfähigkeit, die in Geinsheim auf fruchtbaren Boden fiel. Nardini kann, als er in großer Not in Pirmasens nicht mehr weiterweiß, auf Geinsheimer Frauen bauen, die sich für seine Ideen begeistern.

Bleiben Sie gesund!

 


Eingereicht von pr_wingerter am 13. Mai 2020
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Gottes Wort es war dein Licht ....  link bitte anklicken!

Gottes Wort, es war dein Licht, das das Dunkel hell durchbricht, seliger Paul Josef.
Hast den Samen ausgestreut, er fand reiche Fruchtbarkeit, seliger Paul Josef.

Bleiben Sie gesund.

 


Eingereicht von pr_wingerter am 13. Mai 2020
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Paul Josef Nardini – Die ersten Jahre

Kinderschuhe – wie jedes Kind musste auch Nardini laufen lernen. Seine ersten Schritte ins Leben waren aber nicht einfach.

Paul Josef wird am 25. Juli 1821 in Germersheim als Sohn der unverheirateten Margaretha Lichtenberger geboren. Der Vater ist unbekannt – wohl ein österreichischer Ingenieur, der beim Festungsbau eingesetzt war. So muss die junge Mutter mit ihrem Sohn bei ihrem Vater unterkommen. Der empfindet beide als Last, sowohl finanziell als auch moralisch.

Nardini sagt später über diese Zeit: „Ich habe mich von meiner ganzen Familie verlassen und verstoßen gefühlt.“

Mit zwei Jahren bekommt sein Leben eine entscheidende Wende. Eine Schwester seines Großvaters – selbst kinderlos – hat Mitleid mit dem kleinen Jungen und nimmt ihn bei sich auf. Sie und ihr Mann nehmen ihn an Kindes statt an. Seit dieser Zeit trägt der den Nachnamen seiner neuen Eltern: Nardini.

Nun lebt Paul Josef in einer kleinen Familie – ohne große materielle Not und mit ihn liebenden Eltern. In der Schule zeigt er schnell seine Begabung. Aber aufs Gymnasium? Nein. Sein Vater Anton Nardini ist Schuhmacher, und Paul Josef soll dieses Handwerk auch erlernen und den kleinen Betrieb übernehmen.

Paul Josef will aber schon zu dieser Zeit Priester werden. So lernt er tagsüber bei seinem Vater das Schuhmacherhandwerk und nachts studiert er in geliehenen Büchern.

Mit 13 darf er dann schließlich auf die Lateinschule. Lehrer und Pfarrer haben den Vater umgestimmt. Dann finden sich reiche Gönner, so dass Nardini auf das bischöfliche Konvikt in Speyer kann.

1841 hat er sein erstes Ziel erreicht: als Jahrgangsbester besteht er das Abitur.

Zwei Dinge scheinen mir für das künftige Wirken Nardinis in seiner Kindheit grundgelegt:
Nardini wird seine Herkunft nie vergessen. So wird er immer die im Blick haben, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Zum anderen lernte er, immer bei einer Sache zu sein. Nur so konnte er später alle Schwierigkeiten, die sich ihm entgegenstellten, überwinden.

Bleiben Sie gesund!

 


Eingereicht von pr_wingerter am 13. Mai 2020
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Gottesmann in schwerer Zeit ...  link bitte anklicken!

Gottesmann in schwerer Zeit, stets für Christi Ruf bereit, Seliger Paul Josef.
Bleib uns Menschen zugewandt, reich uns helfend deine Hand, Seliger Paul Josef.

Gotteslob Ausgabe Bistum Speyer Nr. 902

Bleiben Sie gesund.

 


Eingereicht von pr_wingerter am 07. Mai 2020
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Am kommenden Samstag wäre es wieder soweit. Rund um St. Pirmin würden wir den Nardini-Wallfahrtstag begehen. Wenn da nicht, … na ja, Sie wissen schon.
Das ist uns aber Anlass genug, uns mal etwas näher mit Paul Josef Nardini zu beschäftigen.

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Das Bild ist lizensiert gemäß CC BY-NC-ND https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0

Seine Lebensstationen werden uns die nächsten Tage begleiten. Heute zur Einstimmung: Was gibt es denn alles in Pirmasens, was mit Nardini zu tun hat?

Das Nardinihaus. Natürlich. Dort leben acht Schwestern aus dem Orden, den Nardini gegründet hat, den „Mallersdorfer Schwestern“.

Zum Nardinihaus gehört der Klosterhof. Dort leben fünf Schwestern. Beide Einrichtungen kümmern sich um Kinder und Jugendliche.

Das Grab Nardinis findet sich in der Kapelle des Nardinihauses und es gibt dort auch eine kleine Ausstellung.

Am Todestag Nardinis (27. Januar) treffen sich jährlich die Priester der Diözese an seinem Grab in Pirmasens.

Anfang Mai dann immer der Wallfahrtstag. Warum Anfang Mai? Weil Nardini seine Pfarrstelle in Pirmasens 1851 im Mai antrat.

Das Nardini-Hilfswerk Pirmasens. Es engagiert sich gegen Armut in Pirmasens.

Die Nardini Schule – eine kirchliche Grund- und Hauptschule mit inklusivem Angebot.

Nicht zuletzt ist Nardini Namensgeber der Pfarrei Pirmasens, Seliger Paul Josef Nardini.

Bleiben Sie gesund!

 


Eingereicht von pr_wingerter am 07. Mai 2020
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Warten können darauf,
dass aus meinen Hoffnungen
Gewissheiten werden -
einmal.

Warten können darauf,
dass meine Träume
in Erfüllung gehen werden -
einmal.

Warten können darauf,
dass das, was ich erlebe
an Angst und Verzweiflung
an Einsamkeit und Not,
nicht das Letzte sein werde -
einmal.

Und manchmal frage ich mich dann:
Was ermutigt mich,
dass ich warten kann?
Dann fällt mir die Rose ein,
die Rose in meinem Garten,
die jedes Jahr aufs Neue beschließt
zu blühen.

Bleiben Sie gesund!

 


Eingereicht von pr_wingerter am 05. Mai 2020
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Wenn das Leid, das wir tragen ...  link bitte anklicken!

Wenn das Leid, das wir tragen, den Weg uns weist
und der Tod, den wir sterben, vom Leben singt,
dann hat Gott unter uns schon sein Haus gebaut,
dann wohnt er schon in unserer Welt,
ja, dann schauen wir heut schon sein Angesicht,
in der Liebe, die alles umfängt.

Bleiben Sie gesund!

 


Eingereicht von pr_wingerter am 05. Mai 2020
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Das Herzstück des Kirchenfensters ist die gesamte rechte Hälfte. Von einem wunderbaren Rot umrahmt – es entfaltet seine volle Kraft im Sonnenschein – steht die heilige Elisabeth, wieder ganz in Weiß.

In der roten Umrahmung kann man Rosenblüten erkennen, in blau, gelb und rot. Noch einmal in rot ist der ganze Hintergrund gestaltet. Dort ist es einfach nur rot, keine Blüten sind mehr zu erkennen. Die Umrahmung selbst reicht noch in das Blau der Bildmitte hinein. Einige der Rosenblüten „fallen“ in dieses Blau hinein.

Dieser Teil des Kirchenfensters veranschaulicht die wohl berühmteste Legende zum Leben der heiligen Elisabeth. In ihr verdichtet sich alles, was man zu Christusnachfolge sagen kann.

Was wird erzählt? Elisabeth kümmert sich um die Armen. Sie bringt ihnen Brot. Auf der Burg sieht man das nicht gern. Man sagt: „Elisabeth verschenkt unsere ganzen Vorräte. Bald müssen wir hungern, weil sie alles weggegeben hat.“ Man verbietet ihr, den Armen weiter Brot zu bringen. Sie aber hält sich nicht daran. Heimlich füllt sie Körbe mit Brot. Durch einen Hinterausgang verlässt sie die Burg und bringt das Brot den Armen. Ein Knecht beobachtet sie. Sogleich verrät er sie. Ihr Mann schwingt sich auf sein Pferd und mit einigen Knechten reitet er Elisabeth hinterher, um sie zur Rede zu stellen. (Die Überlieferungen gehen auseinander, wer ihr denn nun nachgeritten sei – aber das tut nicht viel zur Sache.) Als er sie eingeholt hat und zur Rede stellt, antwortet sie nicht. „Zeig, was du im Korb hast!“ „Rosen“, antwortet sie. „Sind es nicht eher Brote? Öffne den Korb!“ Da zieht Elisabeth das Tuch vom Korb. Und da liegen im Korb – Rosen!

Rosen statt Brot. Natürlich ist es ein Bild dafür, dass hier den Menschen die Augen aufgehen. Sie sehen, was Elisabeth antreibt, wenn sie sich zu den Armen begibt. Schließlich sind Rosen schon immer ein Zeichen der Liebe. Aus Liebe zu den Armen, aus Liebe zu Jesus Christus macht sie sich auf den Weg. Deswegen liegen Rosen in ihrem Korb.

Und nicht zuletzt auch, weil niemand vom Brot allein lebt. Auch die Armen nicht. Und in Elisabeth begegnet ihnen eine Frau, die sie wahrnimmt, die sie sieht und sich um sie kümmert. Eine Frau, die ihnen Liebe schenkt.

Wahrnehmen, wo Hilfe gebraucht wird und helfen: Das ist die Botschaft der heiligen Elisabeth und des Kirchenfensters. Für die Gemeinde, die sich unter diesem Kirchenfenster immer wieder versammelt, bleibt dies ein dauernder Anspruch – oft erfüllt, aber immer wieder herausfordernd!

Bleiben Sie zu Hause und gesund!

 


Eingereicht von pr_wingerter am 05. Mai 2020
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Du schenkst uns Worte, Gott, auch in Zeiten, in denen sich alles um Corona dreht. Erinnere uns daran!

Wir können ausdrücken, was uns beunruhigt, wir können teilen, was uns ängstigt, wir können weitergeben, was uns Mut macht.

Wir können sprechen, Gott, mit Menschen unseres Vertrauens und mit dir. Gib uns Worte, die uns und andere trösten!

Du hast uns Verstand gegeben, Gott, auch für Zeiten, in denen die Angst groß wird. Erinnere uns daran!

Wir können unterscheiden: Wo ist Vorsicht berechtigt? Was macht uns nur nervös und panisch?

Welchen Informationen können wir trauen? Wann ist es besser, einfach wegzuhören? Kläre unsere Gedanken!

Du hast uns Augen und Ohren gegeben, Gott, auch wenn wir unruhig mit uns selbst beschäftigt sind. Erinnere uns daran!

Lass uns sehen und hören, was andere brauchen. Führe uns über unsere Sorgen hinaus ins Weite. Lass uns die Menschen im Sinn behalten, deren Leben ganz unmittelbar bedrängt und bedroht ist. Stärke unsere Liebe!

Wir danken dir, Gott, dass wir leben. Das ist nicht selbstverständlich, obwohl es uns oft so scheint. Lass uns den neuen Tag mit Freude begrüßen. Lass uns spüren, dass es gut und wichtig ist, auf der Welt zu sein.
Amen.

Ulrike Wagner-Rau

Bleiben Sie zu Hause und gesund!

 


Eingereicht von pr_wingerter am 01. Mai 2020
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Wenn der Trost, den wir geben, uns weiterträgt ...  link bitte anklicken!

Wenn der Trost, den wir geben, uns weiterträgt,
und der Schmerz, den wir teilen, zur Hoffnung wird,
dann hat Gott unter uns schon sein Haus gebaut,
dann wohnt er schon in unserer Welt,
ja, dann schauen wir heut schon sein Angesicht,
in der Liebe, die alles umfängt.

Bleiben Sie zu Hause und gesund.

 

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