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Newsbeiträge

Eingereicht von pr_wingerter am 01. Jun 2020
Liebe Gemeindemitglieder, liebe Mitchristen,

der tägliche Osterzeit-Blog, den wir am 22.03. begonnen haben, geht mit Pfingsten zu Ende. Aber auch in Zukunft wollen wir mit diesem Kanal über Termine wie z.B. Online-Gottesdienste informieren, und sicherlich wird es auch noch den ein oder anderen Impuls geben.

Jetzt möchten wir Ihnen aber diejenigen vorstellen, die den Osterzeit-Blog erst möglich gemacht haben. Wir bedanken uns:

bei Stefan Schwarzmüller
für die Beiträge zum Hungertuch, zur Heiligen Elisabeth, zum Seligen Paul Josef Nardini, zu Himmelfahrt und Pfingsten sowie über die Pirmasenser Kirchen

bei Martina Render, Roswitha Thiele und Michaela Herbort für die Gestaltung des Hungertuchs

bei Franziska Walker
für die Umsetzung des Hungertuchs auf unserer Osterkerze

bei Roswitha Thiele und Michaela Herbort
für das Zusammentragen der zahlreichen Gebetsimpulse

bei unseren Musikern:
Martina Render (Querflöte, Altflöte)
Claudia Blatt (Querflöte)
Philippa Noll (Querflöte)
Michaela Herbort (Blockflöte)
Catherina Thiele (Geige)
Clara Thiele (Geige)
Carsten Herbort (Klavier)
Manfred Degen (Orgel)

bei Stefan Herbort
für die Erstellung der Videobeiträge und die technische Unterstützung

bei Michaela Herbort
für die Redaktion

bei Franziska Walker, Martina Render, Stefan Schwarzmüller, Catherina Thiele, Michaela Herbort und Carlo Wingerter, die dafür gesorgt haben, dass der Osterzeit-Blog Sie auf den verschiedensten Wegen erreicht hat

sowie bei den vielen, vielen "Kerzenanzündern"

Wir freuen uns, dass wir Sie in dieser Zeit begleiten durften, und verabschieden uns heute mit einem kleinen Rückblick und dem Glockengeläut von St. Elisabeth.

Ihr Gemeindeausschuss
St. Elisabeth

Rückblick und Dank  link bitte anklicken!

 


Eingereicht von pr_wingerter am 01. Jun 2020
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„Anastomosen“ nennt man in der Medizin Verbindungen zwischen größeren Blutgefäßen. In ihnen fließt das Blut von einem Blutgefäß zum anderen.

Man kann sich das als eine Art Schlauch vorstellen, in der das Blut fließt. Ist das Gefäß verstopft, kann es zu tödlichen Verläufen kommen.

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Und nun schauen Sie sich dieses Pfingstbild an. Die zwölf Jünger sitzen da. In der Mitte Petrus, zu seiner rechten sechs Jünger. Zu seiner linken ein Jünger – etwas abgesetzt, vielleicht Johannes, der Lieblingsjünger Jesu – und dann nochmals vier. Alle haben den Heiligenschein um ihr Gesicht. In den Heiligenscheinen erkennt man jedes Mal eine kleine Flamme. Das kennen wir aus der Pfingstgeschichte: „Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder.“

Oben in der Mitte dann ein gelber Halbkreis mit einer Taube. Auch sie scheint einen Heiligenschein zu tragen. Und „Schläuche“ gehen von ihr weg. Zwölf Stück – einer zu jedem der Heiligenscheine, zu jeder Flamme, zu jedem Jünger.

Eine Art Gefäßverbindung. Vielleicht könnte man heute auch von einem „Transfusionsschlauch“ sprechen, mit dem Blut von einem Blutkreislauf in einen anderen gebracht wird. Wie man es auch nennen will, es ist lebenswichtig. Sie sind Lebenshauch.

Pfingsten damals: Die Jünger bekommen eine Art „Transfusion“, eine „Geisttransfusion“, die sie aufrichtet, die sie wieder ins Leben bringt. Jetzt können sie den Menschen erzählen, was sich in Jesus ereignet hat.

Pfingsten heute: Vielleicht das Erleben, dass man neuen Mut bekommt. Zu sehen, dass es Dinge gibt, die man schafft, obwohl man sich zu schwach fühlte. Zu entdecken, dass es da noch etwas in der Welt gibt, was von „oben“ kommt. Das Gefühl zu bemerken: da ist etwas, was diese Welt übersteigt.

Pfingsten morgen: Das Durchpusten der „Schläuche“, so dass der Geist Gottes fließen kann.

Wir wünschen Ihnen ein gesegnetes Pfingstfest!

 


Eingereicht von pr_wingerter am 01. Jun 2020
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„Nächstenliebe!“
Viele meinen:
Ein abgedroschenes Wort,
so abgenutzt, so nichtssagend!
Man sollte es ersetzen durch:
„Solidarität“,
„Gemeinwohl“,
„Mitmenschlichkeit“.
Das klingt modern
und vermeidet ein Zuviel an Gefühl.

Jedoch diesen Begriffen
fehlt das Wesentliche:
Lieben soll ich den,
der mir gerade am nächsten ist,
den, der mich gerade jetzt braucht.
Lieben soll ich ihn,
ganz in mein Herz schließen,
vorbehaltlos und ohne Rest.

Vielleicht ist es im Grunde das,
was man mit der Abschaffung
des Wortes „Nächstenliebe“ vermeiden will:
das persönliche Engagement,
den ganzen Einsatz,
die Mühe, die das macht.

Bruno Griemens

Bleiben Sie gesund!

 


Eingereicht von pr_wingerter am 01. Jun 2020
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Hin und wieder
sollte ich einmal die Fenster aufreißen und frische Luft hereinlassen
in mein Denken, Fühlen und Handeln.
Vieles, was nicht gut ist,
hat sich in meinem Leben
angesammelt, eingenistet und verselbstständigt.
Ich merke es kaum,
so ist es mir schon zur Gewohnheit geworden.

Guter Gott, wecke mich auf,
dass ich mutig andere Wege gehe
und stets bereit bin, neu anzufangen,
damit mein Leben wieder zum Ereignis wird.

Bruno Griemens

Bleiben Sie gesund!

 


Eingereicht von pr_wingerter am 01. Jun 2020
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Die Kirche in Winzeln ist die jüngste der Kirchen der Pfarrei Sel. Paul Josef Nardini. Am 22. Oktober 1988 wurde das Gemeindezentrum eingeweiht. Sie ist auch die kleinste (sieht man von der Nardinikapelle ab). 80 Gläubige passen in die Kirche, etwa 60 gehen noch in den Saal.

Mit dem Seligen Rupert Mayer hat sie auch den „jüngsten“ Heiligen als Patron. Am 03.05.1987 wurde Rupert Mayer im Olympiastation von München durch Papst Johannes Paul II. seliggesprochen und schon ein Jahr später wird er Patron einer Kirche in Pirmasens.

Seine Seligsprechung wurde damit begründet, dass seine Zivilcourage und sein soziales Engagement aus christlicher Motivation beispielhaft sein kann für Menschen unserer Zeit.

Wer war dieser Rupert Mayer?

Geboren am 23. Januar 1876 in Stuttgart, studiert er nach dem Abitur Theologie. 1899 wird er in Rottenburg zum Priester geweiht, tritt aber schon ein Jahr später in den Jesuitenorden ein. Nun gilt es nochmals zu studieren, aber ab 1906 ist er als Volksmissionar in der Schweiz, in Deutschland und den Niederlanden unterwegs.

1912 kommt er als Seelsorger nach München. Seine Hauptsorge gilt den vielen Zugereisten.

Den Ersten Weltkrieg erlebt er als Soldatenseelsorger an der Front. Dabei wird er schwer verletzt, als er sich schützend über einen verwundeten Soldaten beugt. Die Verletzung kostet ihn ein Bein.

Danach geht es wieder nach München. Schnell wird er dort als der „15. Nothelfer“ bekannt, weil er sich stark um die sozialen Fragen kümmert.

Seine Predigten sind wortgewaltig und schon Mitte der zwanziger Jahre gegen die nationalsozialistische Ideologie gerichtet.

Sein Einsatz für die Verkündigung des christlichen Glaubens zeigt sich auch in seinen „Bahnhofsgottesdiensten“. Er hatte beobachtet, dass viele Münchner am Sonntag mit dem Zug ins Grüne oder die nahen Alpen fuhren. Deshalb predigt er mehrmals am Sonntag in der Bahnhofshalle.

In der Zeit der Nazidiktatur predigt er weiter gegen das Regime. 1937 wird er deswegen verhaftet. Er habe gegen den „Kanzelparagraphen“ verstoßen, der es Geistlichen verbot, über politische Themen zu predigen. Er wurde freigelassen, aber wenige Zeit später wieder verhaftet. So kam er für sechs Monate ins KZ. Der Münchner Kardinal erwirkte seine Freilassung. Allerdings musste Rupert Mayer sich ins Kloster Ettal zurückziehen und durfte sich nicht mehr öffentlich äußern. Er empfand dies, als sei er lebendig begraben.

Nach der Niederlage Deutschlands kehrt er nach München zurück. Seine Kräfte sind aber aufgebraucht. Während der Allerheiligenmesse am 01.11.1945 bricht er zusammen und stirbt.

Begraben wird er zuerst auf dem Ordensfriedhof der Jesuiten in München. 1948 wird er umgebettet in die Bürgersaalkirche. 10 000 geben ihm das Geleit, und sein Grab ist noch heute viel besucht.

Sein Leben zeigt Zivilcourage in einer Zeit, in der sie lebensgefährlich sein konnte, und Einsatz für die Schwachen, um ihr Leben lebenswert zu gestalten. Beides ist sicher ein gutes Vorbild für uns Christen in Pirmasens.

Bleiben Sie gesund!

 


Eingereicht von pr_wingerter am 01. Jun 2020
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Die Pirminskirche erlitt das gleiche Schicksal wie viele Gebäude in Pirmasens. Beim Bombenangriff am 15. März 1945 wurde sie zerstört, mehrere Menschen fanden dabei den Tod. Dabei war die Kirche noch keine 50 Jahre alt. In den Jahren 1897 bis 1900 war sie erbaut worden. Der Vorgängerbau – die ehemalige Exerzierhalle – war durch diesen Bau ersetzt worden.

Interessant: Die Vorgängerkirche hieß St. Anton.

1958 war der Wiederaufbau abgeschlossen. Einige Elemente – wie z.B. der Kreuzweg wurden aus der alten Kirche übernommen. Auch das Pirminsreliquiar ist noch aus der alten Kirche.

Geweiht ist die Kirche dem heiligen Pirmin. Drei großformatige Deckengemälde zeigen Stationen aus dem Leben des Heiligen.

St. Pirmin gehört zu den großen Glaubensboten des frühen Mittelalters. Geboren um 670 – wahrscheinlich in Irland – gründete er 724 das Kloster Mittelzell auf Bodenseeinsel Reichenau. Die Legende der Gründung dieses Klosters erschließt auch, warum Pirmin immer mit Schlangen dargestellt wird.

Die Insel im Bodensee galt den Einheimischen als verwünscht. Geister würden dort ihr Unwesen treiben. Aber Pirmin ließ sich davon nicht abschrecken. Er setzte zur Insel über. Dort hob er seinen Bischofsstab und segnete die Insel. Da – so heißt es in der Überlieferung – flohen alle Schlangen von der Insel und stürzten sich in den Bodensee. Das Böse – versinnbildlicht in den Schlangen – floh vor der Botschaft, die Pirmin verkündet. Das Deckengemälde vorne zeigt diese Szene.

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Lange blieb Pirmin nicht am Bodensee. Er zog weiter durch Südwestdeutschland und das Elsass und gründete immer wieder Klöster. Seine letzte Klostergründung ist um 741 Hornbach. Dort stirbt er 743. Die Gründung des Klosters Hornbach ist auf dem mittleren Deckengemälde zu sehen.

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Sein Lebenswerk war die Verkündigung des christlichen Glaubens. Dazu gründet er die Klöster, von denen die Bevölkerung der umliegenden Gebiete im christlichen Glauben – aber auch in den Kulturtechniken des Ackerbaus und der Fischzucht – unterwiesen wird.

Das Grab des heiligen Pirmin befindet sich in Hornbach. Allerdings ist es leer. Die Gebeine des Heiligen wurden nach Innsbruck gebracht. Dort wird der heilige Pirmin als Stadtpatron verehrt. Die Überführung der Gebeine ist auf dem dritten Deckengemälde zu sehen.

Die Bedeutung des heiligen Pirmin für den Glauben auf dem heutigen Gebiet der Diözese Speyer kann kaum überschätzt werden. Er hat dem Glauben in der Pfalz eine Heimat gegeben. So verwundert es nicht, dass die höchste Auszeichnung der Diözese Speyer die „Pirminiusplakette“ ist.

Bleiben Sie gesund!

 


Eingereicht von pr_wingerter am 26. Mai 2020
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Die Kirche St. Josef in Fehrbach ist die älteste Kirche der Pfarrei „Seliger Paul Josef Nardini“. 1880 wurde die heutige Kirche errichtet, einen Vorgängerbau gab es schon seit 1796. Ihr bis zur Spitze gemauerter Kirchturm ist der höchste seiner Art in ganz Rheinland-Pfalz, und mit 53 Metern ist er tatsächlich auch einen Meter höher als die Türme in St. Pirmin.

Geweiht ist die Kirche dem heiligen Josef.

Mit Josef ist es ja gar nicht so einfach. Das beginnt schon damit, dass die einen sagen: „Josef ist der Vater von Jesus“, die anderen das aber vehement abstreiten und von Josef nur als Zieh- oder Pflegevater Jesu sprechen. Viel ist es nicht, was wir an gesichertem Wissen über Josef haben. Er ist der Mann von Maria und war Handwerker in Nazareth. In der damaligen Gesellschaft war der Vater verantwortlich für die Glaubensunterweisung der Kinder – vor allem der Söhne. So wird es Josef gewesen sein, der Jesus in die Bibel einführte und ihm die Überlieferungen des jüdischen Glaubens nahebrachte. Jesu hat seine Kenntnis der Schrift in erster Linie wohl von Josef.

Im Neuen Testament taucht Josef nur kurz auf, in den Kindheitserzählungen. Vor allem katholische Bibelausleger vertreten die These, dass er bei der Eheschließung mit Maria schon alt gewesen sei und bald starb. Deshalb auch keine Geschwister für Jesus. (Nebenbei: Man sieht an dieser These schön, dass „Katholisch-sein“ oder „Evangelisch-sein“ doch seine Auswirkungen auf die Auslegung der Bibel hat).

Besonders im Matthäus-Evangelium hat Josef seinen Auftritt. Er wird als Träumender dargestellt, der in seinen Träumen Gott begegnet. In seinen Träumen weist ihm Gott den Weg. So schickt er aufgrund eines Traumes Maria nicht weg, sondern nimmt sie zur Frau. So kehrt er nicht nach Nazareth zurück, sondern flieht mit der kleinen Familie nach Ägypten, bis ihm Gott wiederum im Traum sagt: König Herodes ist tot, dem Kind droht keine Gefahr mehr.

Dann erleben wir Josef nochmals bei der Erzählung des 12-jährigen Jesus im Tempel – und dann verschwindet er tatsächlich aus der Bibel.

Dargestellt wird der heilige Josef meistens mit Handwerksgeräten, bevorzugt Säge. Nicht selten ist ihm Jesus beigesellt. Wie gesagt: Handwerk und Glauben hat Jesus von seinem Vater.

Und in Fehrbach macht man seinem Namenspatron alle Ehre: in Eigenarbeit der Gemeindemitglieder wird die Kirche renoviert. Nicht, damit sie nicht einstürzt, sondern, um dem Glauben in Fehrbach eine Heimat zu geben.

Bleiben Sie gesund!

 


Eingereicht von pr_wingerter am 26. Mai 2020
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Viel haben wir von der heiligen Elisabeth gehört und vom seligen Paul Josef Nardini. Aber in Pirmasens gibt es ja noch mehr Kirchen. Jede von ihnen ist einem anderen Heiligen gewidmet. Schauen wir – wenn auch kurz – in den nächsten Tagen auf diese Heiligen.

Beginnen wir mit dem heiligen Antonius. Die Antonskirche wurde 1931 geweiht und wurde beim Luftangriff auf Pirmasens am 15. März 1945 zerstört. 1950 war der Wideraufbau beendet, aber schon am 30. September 1971 wurde sie durch einen Brand wieder zerstört. 1973 wurde sie wieder in Dienst genommen.

Geweiht ist die Kirche dem heiligen Antonius von Padua.

Dieser ist 1195 in Lissabon geboren und 1231 in Padua/Italien gestorben.

Bekannt ist er für seine große Redekunst. Sie hat er eingesetzt, um Menschen vom christlichen Glauben zu überzeugen. Bekannt ist seine „Predigt zu den Fischen“: Weil die Menschen ihm nicht zuhörten, predigte er den Fischen im nahen Fluss. Diese lauschten andächtig den Worten des Antonius, was wiederum die Menschen zum Glauben brachte.

Berühmt und beliebt ist er aber, weil der heilige Antonius dabei hilft, verlorene Sachen wiederzufinden. Das geht auf folgende Überlieferung zurück: Ein junger Mönch hatte das Gebetbuch des Antonius ohne dessen Erlaubnis mitgenommen. Daraufhin wurde er von „Erscheinungen“ heimgesucht, so dass er das Buch möglichst schnell zurückbrachte.

Dargestellt (auch in der Antonskirche am rechten Seitenaltar) wird Antonius mit dem Jesuskind auf dem Arm. Hier ist eine Legende der Grund: Antonius war bei einem Grafen zu Gast. Der wollte spät am Abend sehen, ob es Antonius gut gehe. Aus der Kammer drang aber ein so heller Lichtschein heraus, dass der Graf ein Feuer vermutet und die Tür aufriss. Da aber stand Antonius im Zimmer, lächelnd und in seinen Armen das strahlende Jesuskind.

Der Gedenktag des heiligen Antonius ist der 13. Juni.

Bleiben Sie gesund!

 


Eingereicht von pr_wingerter am 26. Mai 2020
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Zu oft kreisen meine Gedanken.
Immer wieder nehmen sie den Ausgangspunkt bei mir,
und immer wieder
kehren sie zu mir zurück:
Ich! Ich! Ich!

Wenn ich bete,
ist das ganz anders.
Dann richte ich den Blick auch einmal von mir weg,
auf andere Menschen,
auf Gott.

Und auf einmal spüre ich:
Da gibt es viel mehr zwischen Himmel und Erde,
als ich je zu träumen wagte.
Gleichzeitig finde ich auch wieder zu mir selbst,
auf eine neue, bis dahin nie gekannte Weise.
Ich entdecke, was es bedeutet,
zugleich frei und verantwortlich zu sein.

Und der Himmel berührt die Erde.

Danke, Gott!

Bleiben Sie gesund!

 


Eingereicht von pr_wingerter am 26. Mai 2020
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Als Jesus nach Tod und Auferstehung
heimging zu seinem Vater,
da schauten die Jünger ihm nach
und starrten in den Himmel.

Für einen Augenblick vergaßen sie ganz,
was ihr Herr schon auf Erden
von ihnen gefordert hatte:
„Schaut nicht in den Himmel,
schaut nach vorne,
auf die Erde,
auf euch selbst
und auf die Menschen!
Findet euch selbst
und die Menschen!“

Glaube und Gebet
gehen nicht auf im Jenseits,
Glaube und Gebet
ziehen mich mitten in die Welt hinein.

Ist es vielleicht das,
was ich oft scheue?

Bleiben Sie gesund!

 


Eingereicht von pr_wingerter am 26. Mai 2020
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Agios o Theos, ...  link bitte anklicken!

Agios o Theos, Agios Ischyros, Agios Athanatos, eleison imas.

Heiliger Gott! Heiliger, starker Gott! Heiliger, unsterblicher Gott, erbarme dich unser!

Bleiben Sie gesund!

 


Eingereicht von pr_wingerter am 26. Mai 2020
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Das ist eines meiner Lieblingsbilder zu Christi Himmelfahrt. Ein Mönch hat es vor über 1000 Jahren in ein Buch gemalt.

Das untere Drittel ist sehr eindeutig. Da stehen die Jünger und Maria (sechste von links) und schauen zum Himmel. Allerdings ist ihre Aufmerksamkeit inzwischen auf zwei Engel gerichtet. Diese wenden den Jüngern ihr Gesicht zu und zeigen mit einem Arm in den Himmel. Sicher sagen sie gerade (wie wir es in der Bibel lesen können): _„Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut in den Himmel? Jesus ist zu seinem Vater gegangen.“_

Spannend finde ich das obere Drittel: Jesus zwischen Himmel und Erde. Er ist umgeben von einer „Mandorla“. Das ist ein Heiligenschein, der den ganzen Körper umfängt. Man kann sagen, dass es eine Mandorla in der Kunstgeschichte nur für Jesus gibt. Sie zeigt seine Einmaligkeit.

Wie aber ist der Himmel gestaltet? Wie findet die Himmelfahrt statt?

Ganz oben streckt sich eine Hand aus dem Bildrand herein. Sie umfängt das Handgelenk von Jesus. Das ist wichtig. Sie gibt ihm nicht einfach die Hand. Sie zieht ihn hoch. So wie man einen Menschen, der an einem Hang abgestürzt ist, nach oben zieht. Die Hand rettet Jesus.

Das ist der Himmel: Die Rettung aus dem Tod. Christi Himmelfahrt ist nichts anderes als eine Ostergeschichte. Gott lässt Jesus nicht im Tod, sondern rettet ihn.

Christi Himmelfahrt hat daher zwei Bedeutungen für uns – selbst heute im 21. Jahrhundert:

- Auch wir dürfen darauf hoffen, von Gott aus dem Tod gerettet zu werden.

- Überall, wo Menschen Rettung erleben, wird ein Stück Himmel auf der Erde spürbar.

Bleiben Sie gesund!

 


Eingereicht von pr_wingerter am 26. Mai 2020
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Heute innehalten
staunend den Blick
zum Himmel erheben
der uns erinnert
in der Segenskraft der Schöpfung
verwurzelt zu sein

Heute klarer sehen
im Schließen der Augen
ganz Mensch sein:
das Gold in sich entdecken
den dunklen Seiten nicht ausweichen
kraftvoll-zerbrechlich sein dürfen

Heute dankbar
tief ein- und ausatmen
zwischen Erde und Himmel
das Geschenk des Lebens feiern
in Verbindung mit allen
die Frieden in Gerechtigkeit fördern

Bleiben Sie gesund!

 


Eingereicht von pr_wingerter am 19. Mai 2020
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Paul Josef Nardini – heute

Nardinis Tod ist nicht das Ende seines Werkes. Das Waisenhaus in Pirmasens existiert noch immer. Nun als Kinderheim, in dem noch immer Schwestern aus dem von Nardini gegründeten Orden leben.

Allerdings heißen sie jetzt „Mallersdorfer Schwestern“. Der Orden wuchs schnell. Neugründungen vor allem in Bayern kamen dazu. Irgendwann wurde deutlich: Pirmasens ist als Mutterhaus zu klein und liegt zu weit abseits.

So wird 1869 das ehemalige Benediktinerkloster Mallersdorf (Bistum Regensburg) neues Mutterhaus der Schwestern. Dort befinden sich bis heute das Noviziat, das Altenheim und nicht zuletzt auch die klostereigene Brauerei.

Der Wahlspruch der Schwestern heißt: „Caritas Christi urget nos“ - Die Liebe Christi treibt (drängt) uns. Dieser Satz aus dem Zweiten Korintherbrief bringt wunderbar zum Ausdruck, aus welchem Antrieb heraus sowohl Nardini als auch die Schwestern ihre Arbeit tun bzw. taten. Es ist die Kraft Jesu, die sie antreibt. Die Kraft, die sich auf die Seite der Armen stellt.

Dieses An-der-Seite-der-Armen-stehen zeigt sich in den Betätigungsfeldern der Mallersdorfer Schwestern auch heute noch: Kinderheime nicht nur in Deutschland, sondern auch in Rumänien oder die Aidshilfe in Südafrika.

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So wirkt Nardini weiter. Ein Zeichen dafür ist seine Seligsprechung am 22. Oktober 2006. Seliggesprochen wird er als Priester und Seelsorger. Seliggesprochen wird er als Sozialreformer und Sozialarbeiter.

Zum Abschluss darf Nardini noch einmal selbst das Wort ergreifen:
„Liebe ist unser Leben. Liebe ist unsere Bestimmung. Liebe ist das Einzige, was Gott von uns fordert.“

Bleiben Sie gesund!

 


Eingereicht von pr_wingerter am 19. Mai 2020
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Sei mit deiner Liebe Kraft ...  link bitte anklicken!

Sei mit deiner Liebe Kraft bei uns auf der Pilgerschaft, seliger Paul Josef.
Schütze uns in aller Not, weise uns den Weg zu Gott, seliger Paul Josef.

Bleiben Sie gesund!

 


Eingereicht von pr_wingerter am 19. Mai 2020
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Paul Josef Nardini - Ordensgründer

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Diesmal sind es viele Schuhe, die das Bild zum Nardinibeitrag begleiten. Nardini ist kein Einzelkämpfer. Er weiß um die Größe der Aufgabe und um seine Grenzen. Also muss er Menschen motivieren, mit ihm zusammen die Aufgaben anzugehen.

Sein erster Plan ist gescheitert. Die Niederbronner Schwestern verlassen Pirmasens (vielmehr werden sie von der Regierung ausgewiesen, weil sie Ausländerinnen sind) und Nardini steht allein da. Die Armut ist nicht verschwunden, die Kinder brauchen Bildung und Zuwendung.

Da erinnert sich Nardini an seine Zeit in Geinsheim. Die Kontakte sind wohl nicht abgebrochen und Nardini weiß von Frauen aus dem Dorf, die bereit sind, in der Krankenpflege mitzuhelfen. Er fragt die Geinsheimer Frauen, ob sie sich vorstellen könnten, Schwestern eines neuen Ordens in Pirmasens zu werden. Sie können es sich vorstellen.

Am 2. März 1855 verlassen die Niederbronner Schwestern Pirmasens. Am gleichen Tag überträgt Nardini den beiden Geinsheimer Frauen Barbara Schwarz und Juliana Michel die Armen- und Krankenpflege in Pirmasens. Das ist die Geburtsstunde des Ordens „Arme Franziskanerinnen, Töchter der Heiligen Familie“.

Es gab viele Schwierigkeiten mit Stadt und Bistumsleitung, aber Nardini überwindet sie mit Beharrlichkeit, Eigeninitiative und großem Einsatz.

Am 1. Mai 1855 ziehen die Schwestern mit den Kindern in ein von Nardini gekauftes Haus ein. Seine Gönner in München, Würzburg und auch in der Stadt Pirmasens haben großzügig gespendet, so dass Nardini diesen Schritt gehen kann. 30 Kinder ziehen in das Haus.

Auch der neue Orden wächst schnell. Innerhalb der ersten drei Monate wuchs die Anzahl der Schwestern auf zehn.

Nardini wählte als Grundlage des Lebens der Schwestern die Ordensregel des heiligen Franziskus. Es war seine Überzeugung, dass man selbst so arm werde müsse wie der heilige Franziskus, um unter den Armen erfolgreich wirken zu können.

„Töchter der Heiligen Familie“ nennt er sie, weil durch ihr Wirken die Familien gestärkt und gefördert werden sollen.

Es dauerte zwei Jahre, bis der Orden kirchlicherseits anerkannt wird; die staatliche Anerkennung dauert bis ins Jahr 1860.

Der neu gegründete Orden, den Nardini eigentlich nur für die Arbeit in Pirmasens vorsieht, wächst schnell. Schon 1856 wird in Silz die erste Niederlassung der Schwestern außerhalb von Pirmasens gegründet.

Nardinis Kräfte aber schwinden. Mit nur 40 Jahren stirbt Nardini am 27. Januar 1862.

Sein Grab findet er vor dem Hochaltar in der Klosterkirche.

In einem Nachruf charakterisiert der „Christliche Pilger“ Nardini wie folgt:
„Der rastlos eifrige Seelenhirte, der liebevolle Waisenvater, der willenskräftige, mutige Kämpfer auf dem Feld des heiligen Glaubens, der hoch verdiente Sozialist im rechten Sinne, (…) dessen Aufopferungsfähigkeit keine Grenzen kannte.“

Bleiben Sie gesund!

 


Eingereicht von pr_wingerter am 19. Mai 2020
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Menschen, die dir anvertraut, ...  link bitte anklicken!

Menschen, die dir anvertraut, Kinder die auf dich geschaut, seliger Paul Josef,
Sünder, die in Schuld verirrt, führtest du als guter Hirt, seliger Paul Josef.

Bleiben Sie gesund!

 


Eingereicht von pr_wingerter am 19. Mai 2020
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Paul Josef Nardini - Kampf gegen Armut

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Kinderschuhe – schmutzig und kaputt. Sie führen heute in das nächste Kapitel des Lebensweges Nardinis.

Kaputte Schuhe – sie stehen für die Armut, die Nardini in Pirmasens erlebt. Es sind besonders die Kinder, die unter dieser Armut leiden. Ob sie überhaupt Schuhe trugen? Im Sommer sicher nicht und die Ärmsten hatten wohl auch im Winter eher Lumpen um die Füße gewickelt als Schuhe getragen.

Natürlich leidet nicht die ganze Stadt unter Armut, es gibt viele wohlhabende Bürger. Aber die Armenfürsorge steht nicht hoch im Kurs. Es gibt eine Suppenspeisung für die Ärmsten, aber das war es auch schon.

Das Elend einer großen Bevölkerungsgruppe kommt daher, dass die Mütter als „Pirmasenser Schuhweiber“ viele Wochen im Jahr unterwegs sind, um die in Pirmasens gefertigten Schuhe zu verkaufen. Die zurückgebliebenen Männer trinken und sorgen sich nicht um die Kinder.

Die Familien hausen in kalten und nassen Kellerräumen; an Schulbesuch für die Kinder denkt in diesen Verhältnissen niemand.

Nardini nimmt die Not wahr. Aber er ist allein. Schon im November 1851 veröffentlicht er einen Aufruf zur Hilfe für die Armen im Pirmasenser Wochenblatt. Darin schreibt er:
„Der Unterzeichnete hat gelegentlich seines amtlichen Wirkens und Privatlebens in hiesiger Stadt bei so vielen braven Familien eine Armut angetroffen, die ihm in der Seele wehtut und jedes fühlende Menschenherz zum Mitleiden hinreißt und zur Hilfe auffordert. Er hält es für überflüssig, ein Bild von der Größe des Notstandes und den daraus entstehenden Folgen zu entwerfen, indem er voraussetzt, dass vieles den Einwohnern mehr als ihm selbst bekannt ist und vor Augen steht. Obgleich er zunächst nur für das Seelenheil der Gemeinde zu sorgen hat, so kann er sich doch das leibliche Elend, von dem so viele Mitglieder der Gemeinde hart gedrückt sind, nicht aus dem Sinn schlagen, muss vielmehr Tag und Nacht daran denken, wie unglücklich die Lage dieser Armen ist. Er könnte hier nie glücklich und zufrieden leben, wenn er sich nicht sagen könnte, das Seinige nach möglichster Kraft zur Linderung der Armut beigetragen zu haben mit Rat und Tat.“ (Zitiert in Sr. Radegund Bauer, Nardini)

Nardini schreitet zur Tat. Aus Niederbronn im Elsass will er Schwestern eines jungen Ordens nach Pirmasens holen. Sie könnten ihn unterstützen. Aber er stößt auf Widerstand in der Stadt. Lange dauert es, bis die Schwestern kommen können. Sie machen sich ohne Rücksicht auf ihre Kräfte an die Arbeit. Da kommt ein strenger Winter. Zum Hunger bricht noch Typhus aus. Auch die Schwestern erkranken, und Nardinis Arbeit für die Armen der Stadt scheint zu scheitern.

Aber Nardini hat Beziehungen in München. Die Pfalz gehörte damals schließlich zum Königreich Bayern. So konnte er die königliche Familie gewinnen, sein Werk zu unterstützen. Aber auch Bischof und staatliche Stellen unterstützen seine Ideen. Nardini kann ein Armen- und Waisenhaus einrichten.

Da kommt die Hiobsbotschaft: Die Niederbronner Schwestern müssen Pirmasens verlassen. Warum? Sie kommen aus dem Elsass, aus Frankreich. Wohltaten durch Französinnen, das kommt bei einigen nationalistisch gesinnten Kreisen nicht gut an. Und sie nutzen ihren Einfluss: Die Schwestern werden aus Deutschland ausgewiesen.

Nardini steht wieder allein da. Was soll er tun? Er findet die Lösung in seiner ehemaligen Pfarrei Geinsheim.

Darüber demnächst mehr.

Bleiben Sie gesund!

 


Eingereicht von pr_wingerter am 19. Mai 2020
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Armut, Krankheit, Not und Schmerz ...  link bitte anklicken!

Armut, Krankheit, Not und Schmerz rührten an dein liebend Herz, seliger Paul Josef.
Tief verbunden deinem Herrn halfst du deinem Nächsten gern, seliger Paul Josef.

Bleiben Sie gesund!

 


Eingereicht von pr_wingerter am 13. Mai 2020
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Paul Josef Nardini - Seelsorger

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Ein Wanderschuh, um Nardinis Arbeit in Pirmasens zu symbolisieren? Sind Wanderschuhe nicht eher passend, um Freizeitvergnügungen darzustellen?

Nein, der Wanderschuh scheint mir sehr treffend zu sein, denn es sind weite und lange Wege, die er zurücklegen muss. Im wirklichen wie im übertragenen Sinn.

Nardini kommt also am 07.05.1851 nach Pirmasens. Zu seiner Pfarrei gehören 1800 Katholiken. Fast die Hälfte von ihnen lebt nicht in der Stadt, sondern in den umliegenden Dörfern und Höfen. So ist Winzeln heute ein Teil von Pirmasens und man ist schnell dort. Zu Nardinis Zeiten aber muss er von seinem Pfarrhaus in der Klosterstraße nach Winzeln laufen. Das nimmt Zeit in Anspruch, und man muss dabei immer bedenken, dass seine Gesundheit nicht die beste ist. Ganz zu schweigen, wenn er zum Beispiel auf die Langmühle muss. Alles zu Fuß. Wanderschuhe wären da schon die geeignete Fußbekleidung gewesen.

Wem die Menschen wichtig sind, der nimmt solche Strapazen gerne auf sich. Nardini sind die Menschen wichtig. So ist er oft zu Fuß unterwegs, um seinen seelsorgerischen Pflichten nachzukommen.

Pirmasens ist eine Diasporapfarrei. Das heißt, die Katholiken sind hier in der Minderheit. Etwa 6000 evangelische Christen leben in der Stadt. Christliches Miteinander, gar Ökumene, sind zu dieser Zeit ein Fremdwort zwischen den Kirchen. Als Minderheit hat man es schwer. Nardini will die Katholiken in seiner Stadt stärken. Eine erste „Volksmission“ durch die Jesuiten trägt Früchte.

Die katholische Pfarrkirche in Pirmasens ist zu dieser Zeit ein schmuckloser Raum. Es ist die ehemalige Exerzierhalle, die Napoleon den Katholiken von Pirmasens als Gottesdienstraum überlassen hatte. Nardini macht sich daran, die Kirche zu einem würdigen Ort auszugestalten. Er ist überzeugt, dass der Gottesdienst in einem schönen Gotteshaus dem Glauben der Menschen dient. Dazu gehört schließlich auch, dass er sich um eine gute Form der Gestaltung des Gottesdienstes kümmert. Nicht zuletzt der erste Kirchenchor in Pirmasens geht auf dieses Bemühen zurück.

Pfarrer haben zur Zeit Nardinis noch andere Aufgaben. Der Staat überträgt Nardini das Amt des Schulinspektors. Noch mehr Fußwege und manchmal ziemlich viel Ärger. Bildung liegt Nardini aber sehr am Herzen. Nicht nur der Religionsunterricht ist ihm dabei wichtig, sondern Bildung überhaupt. Hat er doch selbst erlebt, wie wichtig Bildung für das eigene Leben sein kann.

Später kamen noch Visitationen zu den Schwesternhäusern dazu, die aus seiner Ordensgründung hervorgingen.

Ein Arbeitspensum, dass allein schon gereicht hätte, um die Kräfte Nardinis zu binden. Aber da kam noch etwas dazu. Nardinis wacher Blick auf die Menschen und ihre Lebensumstände lässt ihn die Not erkennen, in der viele Menschen – besonders Kinder – in Pirmasens leben. Diese Not zu lindern – und damit den Worten seiner Predigt auch Taten folgen zu lassen – wird seine Lebensaufgabe.

Dazu nächstes Mal mehr.

Bleiben Sie gesund!

 


Eingereicht von pr_wingerter am 13. Mai 2020
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Christi Liebe drängte dich ...  link bitte anklicken!

Christi Liebe drängte dich, formt' dein Leben priesterlich, seliger Paul Josef.
Gläubige in großer Zahl ludst du ein zum Herrenmahl, seliger Paul Josef.

Bleiben Sie gesund!

 


Eingereicht von pr_wingerter am 13. Mai 2020
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Paul Josef Nardini - Studium und erste Berufsjahre

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Ein Erwachsenenschuh. Ein schöner, vielleicht sogar vornehmer Schuh. Er steht für die nächste Phase in Nardinis Leben.

Schon lange verspürt er den Wunsch, Priester zu werden. Nun hat er sein Abitur in der Tasche und kann mit dem Studium beginnen. Der Bischof schickt ich nach München. Zielstrebig führt er seine Studien durch. Nicht deshalb, weil er ein Streber war, sondern weil er knapp bei Kasse ist. Die bischöfliche Unterstützung reicht kaum zum Leben, und seine Familie kann ihn nicht unterstützen. Also will er sein Studium in kürzester Zeit beenden. Das gelingt ihm, ohne dass die Qualität leidet. Er fällt den Professoren auf, sie fördern ihn. So willigt der Speyerer Bischof ein, dass Nardini ein Jahr länger in München bleibt und 1846 seinen Doktor in Theologie macht.

Danach kehrt er nach Speyer zurück. Eigentlich hätte er hier noch ein Jahr zu studieren, aber der Bischof erlässt ihm dieses Jahr und weiht ihn am 22. August 1846 zum Priester.

Nardini wird Kaplan in Frankenthal. Allerdings muss er zuerst eine Lungenentzündung auskurieren und wieder zu Kräften kommen. Kaum ist er in Frankenthal ein wenig heimisch geworden, da wird er vom Bischof versetzt. Seine neue Stelle kennt Nardini gut. Es ist das Konvikt in Speyer, in dem er selbst ja so viele Jahre gelebt hatte. Dort übernimmt er die Leitung. Seine Begeisterungsfähigkeit gerade auf junge Menschen hat den Bischof bewogen, ihm diesen Posten anzuvertrauen.

Es sind keine einfachen Jahre. Die Revolution ist 1848 aus Frankreich nach Deutschland übergeschwappt. In Frankfurt kommt das erste deutsche Parlament zusammen, Könige und Minister müssen Macht abgeben. Die Kirche steht den revolutionären Strömungen kritisch gegenüber. Zu oft entdeckt die Kirche antireligiöse Züge in den Forderungen der Revolutionäre. So entstehen in dieser Zeit die sogenannten Piusvereine. Sie wollen das katholische Leben fördern, das Selbstbewusstsein der Katholiken stärken, Recht und Gesetz sichern und die katholische Bevölkerung durch Vorträge bilden und ihnen dadurch zu einer kritischen Einschätzung der revolutionären Parolen verhelfen. Nardini engagiert sich in mehreren dieser Vereine in der Umgebung von Speyer.

Nach vier Jahren wird Nardini wieder versetzt. Er freut sich darüber. Er darf endlich in die Pfarrseelsorge. In ihr sieht er sein eigentliches Arbeitsfeld. So kommt er nach Geinsheim. Ein Dorf, geprägt von Landwirtschaft. Er trifft nicht gerade beste Umstände an. Die Seelsorge liegt am Boden. Aber Nardini zieht die Einwohner von Geinsheim in seinen Bann. Das religiöse Leben blüht auf. Nardini ist aber nur Pfarrverweser in Geinsheim. Als die Pfarrstelle ausgeschrieben wird, da kommt Nardini nicht zum Zuge. Stattdessen versetzt ihn der Bischof nach Pirmasens. In den Augen des Bischofs eine der schwierigsten Pfarreien des Bistums. So tritt er am 07. Mai 1851 die Stelle in Pirmasens an. Sie sollte sein Schicksal werden.

Auch hier sind es wieder zwei Dinge, die mir für das Leben Nardinis wichtig erscheinen. Da ist die Achtung, die ihm die Vorgesetzen entgegenbringen. Er wird sie für seine Seelsorge in Pirmasens geschickt ausnutzen.

Und seine Begeisterungsfähigkeit, die in Geinsheim auf fruchtbaren Boden fiel. Nardini kann, als er in großer Not in Pirmasens nicht mehr weiterweiß, auf Geinsheimer Frauen bauen, die sich für seine Ideen begeistern.

Bleiben Sie gesund!

 


Eingereicht von pr_wingerter am 13. Mai 2020
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Gottes Wort es war dein Licht ....  link bitte anklicken!

Gottes Wort, es war dein Licht, das das Dunkel hell durchbricht, seliger Paul Josef.
Hast den Samen ausgestreut, er fand reiche Fruchtbarkeit, seliger Paul Josef.

Bleiben Sie gesund.

 


Eingereicht von pr_wingerter am 13. Mai 2020
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Paul Josef Nardini – Die ersten Jahre

Kinderschuhe – wie jedes Kind musste auch Nardini laufen lernen. Seine ersten Schritte ins Leben waren aber nicht einfach.

Paul Josef wird am 25. Juli 1821 in Germersheim als Sohn der unverheirateten Margaretha Lichtenberger geboren. Der Vater ist unbekannt – wohl ein österreichischer Ingenieur, der beim Festungsbau eingesetzt war. So muss die junge Mutter mit ihrem Sohn bei ihrem Vater unterkommen. Der empfindet beide als Last, sowohl finanziell als auch moralisch.

Nardini sagt später über diese Zeit: „Ich habe mich von meiner ganzen Familie verlassen und verstoßen gefühlt.“

Mit zwei Jahren bekommt sein Leben eine entscheidende Wende. Eine Schwester seines Großvaters – selbst kinderlos – hat Mitleid mit dem kleinen Jungen und nimmt ihn bei sich auf. Sie und ihr Mann nehmen ihn an Kindes statt an. Seit dieser Zeit trägt der den Nachnamen seiner neuen Eltern: Nardini.

Nun lebt Paul Josef in einer kleinen Familie – ohne große materielle Not und mit ihn liebenden Eltern. In der Schule zeigt er schnell seine Begabung. Aber aufs Gymnasium? Nein. Sein Vater Anton Nardini ist Schuhmacher, und Paul Josef soll dieses Handwerk auch erlernen und den kleinen Betrieb übernehmen.

Paul Josef will aber schon zu dieser Zeit Priester werden. So lernt er tagsüber bei seinem Vater das Schuhmacherhandwerk und nachts studiert er in geliehenen Büchern.

Mit 13 darf er dann schließlich auf die Lateinschule. Lehrer und Pfarrer haben den Vater umgestimmt. Dann finden sich reiche Gönner, so dass Nardini auf das bischöfliche Konvikt in Speyer kann.

1841 hat er sein erstes Ziel erreicht: als Jahrgangsbester besteht er das Abitur.

Zwei Dinge scheinen mir für das künftige Wirken Nardinis in seiner Kindheit grundgelegt:
Nardini wird seine Herkunft nie vergessen. So wird er immer die im Blick haben, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Zum anderen lernte er, immer bei einer Sache zu sein. Nur so konnte er später alle Schwierigkeiten, die sich ihm entgegenstellten, überwinden.

Bleiben Sie gesund!

 


Eingereicht von pr_wingerter am 13. Mai 2020
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Gottesmann in schwerer Zeit ...  link bitte anklicken!

Gottesmann in schwerer Zeit, stets für Christi Ruf bereit, Seliger Paul Josef.
Bleib uns Menschen zugewandt, reich uns helfend deine Hand, Seliger Paul Josef.

Gotteslob Ausgabe Bistum Speyer Nr. 902

Bleiben Sie gesund.

 

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